

Die Psychologin
Anja Krenz-Maes und ihre Ansätze
Hinter jedem Verhalten steckt eine Logik
In mehr als 35 Jahren psychologischer Arbeit hat Anja Krenz-Maes eine Erfahrung immer wieder bestätigt gesehen: Menschen handeln selten grundlos. Hinter jedem Verhalten steckt eine Logik. Auch dann, wenn sie auf den ersten Blick nicht erkennbar ist.
Menschen streiten nicht einfach.
Sie schützen etwas.
Menschen vermeiden nicht einfach.
Sie sichern etwas.
Menschen reagieren nicht über.
Ihr System versucht, mit einer Situation umzugehen.
Deshalb interessiert Anja Krenz-Maes weniger die Frage: „Was stimmt mit diesem Menschen nicht?" Sondern: „Warum ergibt dieses Verhalten aus Sicht seines Systems Sinn?"
Viele Menschen kommen mit einem konkreten Problem in die Beratung. Ein Konflikt mit dem Partner., Schwierigkeiten in der Führung, Erschöpfung, Selbstzweifel, Wiederkehrende Konflikte im Beruf.
Doch häufig zeigt sich bereits in den ersten Minuten eines Gesprächs, dass die eigentliche Ursache an einer ganz anderen Stelle liegt.
-
Eine Führungskraft, die keine klaren Entscheidungen trifft, hat vielleicht früh gelernt, dass Harmonie Sicherheit bedeutet.
-
Ein Mensch, der ständig für andere sorgt, hat möglicherweise verinnerlicht, dass Zugehörigkeit an Leistung geknüpft ist.
-
Eine Mitarbeiterin mit Konflikten im Team schützt vielleicht unbewusst alte Erfahrungen von Ablehnung oder Ausgrenzung.
Deshalb betrachtet Anja Krenz-Maes Probleme nie isoliert. Beruf, Beziehungen, Familie, Gesundheit, Nervensystem und persönliche Lebensgeschichte sind oft enger miteinander verbunden, als Menschen zunächst vermuten.
Für sie sind Symptome deshalb selten das eigentliche Problem. Sie sind häufig der Versuch eines Systems, ein Problem zu lösen. Oder wie sie es selbst formuliert:
Symptome sind oft Lösungsversuche. Probleme entstehen selten dort, wo sie sichtbar werden.
Diese Haltung prägt ihre Arbeit bis heute. Denn nachhaltige Veränderung beginnt selten dort, wo Menschen ihr Verhalten bekämpfen. Sie beginnt dort, wo sie verstehen, warum es entstanden ist.

Coaching als Hilfe zur Selbsthilfe
Im Laufe ihrer beruflichen Laufbahn hat Anja Krenz-Maes mehrere Tausend Menschen in persönlichen und beruflichen Veränderungsprozessen begleitet. Bereits im Jahr 2001 hatte sie nach eigener Zählung rund 3.000 Coachingstunden durchgeführt. Irgendwann hörte sie auf zu zählen.
Was ihre Arbeit dabei bis heute prägt, ist ein Grundsatz: Das Ziel eines Coachings ist nicht, Menschen dauerhaft zu begleiten. Das Ziel ist, Menschen dabei zu unterstützen, sich selbst zu verstehen und wieder handlungsfähig zu werden.
Deshalb arbeitet Anja Krenz-Maes nicht mit starren Therapieplänen oder vorgefertigten Lösungswegen. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und seine eigene Bindungslogik mit.
Oft zeigt sich bereits in den ersten Minuten eines Gesprächs, welche Themen tatsächlich hinter dem vordergründigen Problem liegen.
Viele Menschen erleben Anja Krenz-Maes als jemanden, der Zusammenhänge ungewöhnlich schnell erkennt. Sie selbst beschreibt dies als die Wahrnehmung einer Scanner-Persönlichkeit, die Menschen und Systeme in ihrer Gesamtheit erfasst.
Während andere einzelne Aspekte betrachten, nimmt sie häufig mehrere Ebenen gleichzeitig wahr:
-
Körper
-
Sprache
-
Emotionen
-
Verhalten
-
Beziehungsmuster
-
Nervensystem
-
Biografische Erfahrungen
-
Und die Dynamik des umgebenden Systems
Diese Wahrnehmung entsteht nicht durch eine einzelne Methode. Sondern durch die Verbindung aus psychologischer Erfahrung, Diagnostik, Systemverständnis und tausenden Gesprächen mit Menschen in unterschiedlichsten Lebenssituationen. Oft entsteht dadurch bereits früh ein Bild davon, welche Themen hinter einem Problem tatsächlich wirksam sind.
Ein Anliegen aus dem Beruf kann seinen Ursprung in der Familie haben. Ein Führungsthema kann mit alten Erfahrungen von Zugehörigkeit oder Ablehnung zusammenhängen. Ein Konflikt im Außen kann Ausdruck eines inneren Konflikts sein.
Für Anja Krenz-Maes sind diese Zusammenhänge keine Ausnahme, sondern die Regel. Deshalb betrachtet sie den Menschen nie isoliert, sondern immer im Zusammenspiel von Persönlichkeit, Lebensgeschichte, Beziehungen, Körper, Nervensystem und aktuellem Lebenskontext.
Dabei folgt ihre Arbeit einem klaren Rahmen: Lageerkundung. Psychoedukation. Lösung. Intervention. Transfer.
Zunächst wird gemeinsam verstanden, was tatsächlich wirkt. Anschließend erhalten Klienten die notwendigen Zusammenhänge und psychologischen Hintergründe, um ihr eigenes Erleben einordnen zu können. Erst dann folgen passgenaue Interventionen und konkrete Umsetzungsschritte für den Alltag.
Besonders wichtig ist ihr dabei die Psychoedukation. Denn Menschen verändern sich nachhaltiger, wenn sie verstehen, warum sie fühlen, denken und handeln, wie sie es tun. Deshalb erleben viele Klienten nicht nur Entlastung, sondern einen Moment tiefer Klarheit.
-
Den Moment, in dem Zusammenhänge sichtbar werden.
-
Den Moment, in dem sich ein neuer Handlungsspielraum öffnet.
-
Den Moment, in dem aus Verwirrung Orientierung wird.
Genau diese Augenblicke gehören für Anja Krenz-Maes bis heute zu den schönsten Momenten ihrer Arbeit. Denn sie zeigen, dass Veränderung nicht dadurch entsteht, dass Menschen von außen repariert werden.
Sie entsteht dort, wo Menschen beginnen, sich selbst zu verstehen. Mit diesem Verständnis werden viele ihrer Klienten Schritt für Schritt unabhängiger. Sie lernen, ihr eigenes Erleben einzuordnen, Muster zu erkennen und neue Entscheidungen zu treffen.
Oder wie manche Klienten es später formulieren:
„Irgendwann wurde ich zum Therapeuten für meine eigene Bindungslogik, weil ich Interventionen und die Logik dahinter verstanden habe.“

Multimodal statt eindimensional
Im Laufe ihrer beruflichen Entwicklung hat Anja Krenz-Maes zahlreiche psychologische, therapeutische und beratende Verfahren kennengelernt und in ihre Arbeit integriert.
Dazu gehören unter anderem systemische Verfahren, Verhaltenstherapie, Hypnotherapie, Ego-State-Arbeit, Schematherapie, EMDR, Embodiment, Sportpsychologie, Positive Psychologie, körperorientierte Verfahren, Aufstellungsarbeit, die Arbeit im energetischen Feld sowie verschiedene Ansätze aus Coaching, Pädagogik und Organisationsentwicklung.
Doch je mehr Methoden sie lernte, desto deutlicher wurde ihr eine Erkenntnis:
-
Kein einzelner Ansatz erklärt den Menschen vollständig.
-
Jede Methode betrachtet einen anderen Ausschnitt der Wirklichkeit.
-
Die eine fokussiert Gedanken.
-
Die andere Gefühle.
-
Eine dritte betrachtet Beziehungsmuster.
-
Andere richten den Blick auf den Körper, das Nervensystem, innere Anteile, Ressourcen oder unbewusste Prozesse.
-
Alle liefern wertvolle Erkenntnisse.
-
Keine erklärt das gesamte Bild.
Deshalb hat Anja Krenz-Maes nie in therapeutischen Schulen gedacht. Sie interessiert sich weniger für die Frage, welcher Ansatz „der richtige“ ist. Sie interessiert sich für die Frage: Was hilft diesem Menschen in dieser Situation am besten?
Im Laufe der Jahre entwickelte sich daraus ein sehr eigener Arbeitsstil. Ein Ansatz, der wissenschaftliche Erkenntnisse, praktische Erfahrung und unterschiedliche psychologische Perspektiven miteinander verbindet. Manche Klienten benötigen zunächst Orientierung und Verständnis. Andere profitieren von emotionaler Verarbeitung. Wieder andere benötigen konkrete Verhaltensstrategien, körperorientierte Verfahren oder die Arbeit mit dem Nervensystem. Die Methode folgt dabei nicht einem festen Konzept. Sie folgt dem Menschen.
Besonders fasziniert hat Anja Krenz-Maes dabei immer die Frage, auf welcher Ebene nachhaltige Veränderung tatsächlich entsteht. Denn nicht jede Intervention wirkt gleich tief. Manche Verfahren helfen Menschen, neue Perspektiven zu entwickeln. Andere unterstützen dabei, Gefühle zu regulieren oder neue Verhaltensweisen einzuüben. Wieder andere setzen direkt an den inneren Skriptvorlagen, Schutzprogrammen und unbewussten Bindungsmustern an, die unser Denken, Fühlen und Handeln oft seit vielen Jahren prägen.
Im Laufe ihrer Arbeit wurde ihr immer deutlicher: Wer ausschließlich auf der Ebene des Verhaltens arbeitet, erreicht häufig nur begrenzte Veränderungen. Nachhaltige Entwicklung entsteht oft dort, wo Menschen die zugrunde liegenden Muster erkennen und verändern können. Dort, wo sich die innere Logik eines Systems verändert.
Deshalb nutzt Anja Krenz-Maes heute Methoden auf unterschiedlichen Ebenen. Manche schaffen Verständnis. Manche ermöglichen neue Erfahrungen. Und manche greifen direkt auf der Skript- und Bindungsebene an, wo tiefgreifende Transformation möglich wird.
Die entscheidende Frage lautet dabei nicht: Welche Methode ist die beste? Sondern: Auf welcher Ebene muss Veränderung stattfinden, damit sie nachhaltig wirkt? Heute fließen viele dieser Ansätze in das Bindungs-Orientierungs-System (BOS) und die BOS-Upgrade-Methoden ein. Nicht als Sammlung einzelner Techniken. Sondern als integrierter Werkzeugkasten für menschliche Entwicklung.
Die Entwicklung des Bindungs-Orientierungs-Systems entstand auch aus der Beobachtung, dass viele Probleme zwar sichtbar auf der Verhaltens-, Gefühls- oder Beziehungsebene auftreten, ihre eigentliche Ursache jedoch deutlich tiefer im System liegen kann.
Rückblickend war genau diese Offenheit gegenüber unterschiedlichen Denkweisen und Methoden ein wesentlicher Teil ihres Weges. Denn je tiefer Anja Krenz-Maes in die Psychologie eintauchte, desto deutlicher wurde ihr: Menschen lassen sich nicht eindimensional verstehen.
Sie sind gleichzeitig Körper, Nervensystem, Gefühle, Gedanken, Beziehungserfahrungen, Lebensgeschichte und Teil größerer Systeme.
Und genau deshalb braucht Veränderung manchmal mehr als nur einen einzigen Blickwinkel.
Wissenschaft und Praxis verbinden
Anja Krenz-Maes versteht Psychologie seit jeher als Verbindung aus wissenschaftlichem Denken und praktischer Erfahrung. Bereits während ihres Studiums interessierte sie sich weniger für einzelne Theorien als für die Frage, wie psychologische Erkenntnisse im echten Leben wirken.
Ihre Diplomarbeit zur Entstehung innerer Kündigung umfasste mehr als 300 Seiten und basierte auf einer eigenen Studie mit rund 200 Versuchspersonen. Dafür entwickelte sie eine eigene Messskala sowie ein Modell zur Entstehung innerer Kündigung, das teilweise bis heute eingesetzt wird.
Auch ihre Arbeit in der Psychophysiologie der Universität war von derselben Neugier geprägt. Wie lassen sich psychische Prozesse messen?
Wie hängen Wahrnehmung, Nervensystem, Verhalten und körperliche Reaktionen zusammen?
Später entwickelte sie multimodale Diagnostikverfahren, begleitete komplexe Auswahlprozesse und arbeitete mit wissenschaftlich fundierten Testverfahren.
Gleichzeitig zeigte die Praxis immer wieder, dass Menschen sich nicht vollständig in Modellen, Diagnostiken oder Messwerten abbilden lassen.
Viele der wichtigsten Erkenntnisse entstanden nicht in Studien. Sondern in Coachings, Trainings, Supervisionen und Organisations-Entwicklungs-Prozessen.
Deshalb verbindet Anja Krenz-Maes bis heute beide Perspektiven: Die Präzision wissenschaftlicher Arbeit. Und die Erfahrung aus mehreren Jahrzehnten praktischer Psychologie.
Denn nachhaltige Veränderung braucht beides:
Ein Verständnis dafür, wie Menschen funktionieren.
Und die Fähigkeit, dieses Wissen in die Realität zu übersetzen.
Körper, Nervensystem und Psychologie
Für Anja Krenz-Maes waren Körper und Psyche nie getrennte Welten.
Schon während ihres Psychologiestudiums arbeitete sie in der Psychophysiologie und beschäftigte sich intensiv mit der Frage, wie Gedanken, Gefühle und körperliche Prozesse zusammenwirken. Zu ihrer Arbeit gehörten unter anderem Messungen von Hautleitfähigkeit, Herzaktivität und Gehirnströmen unter unterschiedlichen Reizbedingungen.
Dabei wurde sichtbar, was viele Menschen im Alltag erleben: Stress, Sicherheit, Angst, Entspannung und Belastung sind nicht nur psychische Zustände. Sie zeigen sich auch im Körper.
Parallel dazu absolvierte Anja Krenz-Maes mehrere Semester Medizin. Ursprünglich entstand dieser Weg aus dem Wunsch heraus, den menschlichen Körper besser zu verstehen. Doch schnell entwickelte sich daraus eine tiefe Faszination für die Anatomie und Physiologie des Menschen. Bis heute erinnert sie sich gerne an die Stunden im Präparationssaal. Dort wurden Strukturen sichtbar, die sonst verborgen bleiben:
-
Nervenbahnen.
-
Muskeln.
-
Organe.
Die komplexe Architektur des menschlichen Körpers.
Diese Erfahrungen prägten ihren Blick bis heute. Denn je tiefer sie sich mit Psychologie, Medizin und Psychophysiologie beschäftigte, desto deutlicher wurde ihr:
Körper und Psyche sind keine getrennten Systeme.
Sie sind Ausdruck derselben Wirklichkeit.
Deshalb beginnt ihre Arbeit häufig nicht nur bei Gedanken, Gefühlen oder Verhalten. Sie richtet den Blick auch auf den Körper.
-
Auf Stressreaktionen.
-
Auf das Nervensystem.
-
Auf Schlaf, Regeneration und Belastung.
-
Auf die Frage, welche biologischen Prozesse möglicherweise zum aktuellen Erleben beitragen.
Denn manche Symptome wirken auf den ersten Blick psychisch. Tatsächlich können jedoch körperliche Faktoren eine wichtige Rolle spielen.
Deshalb gehört Aufklärung für Anja Krenz-Maes von Anfang an zu einer verantwortungsvollen psychologischen Begleitung. Wo notwendig, empfiehlt sie ergänzende medizinische oder fachärztliche Abklärungen.
Gleichzeitig hat sie im Laufe ihrer Arbeit gelernt, dass der Körper oft Informationen bereithält, die Menschen noch gar nicht bewusst wahrnehmen.
-
Spannung.
-
Unruhe.
-
Erschöpfung.
-
Innere Alarmbereitschaft.
-
Oder das Gefühl von Sicherheit.
Für sie sind dies keine Nebenschauplätze. Sie sind wichtige Hinweise auf die Prozesse, die im Hintergrund wirken. Heute fließen diese Erkenntnisse unmittelbar in ihre Arbeit ein.
Denn nachhaltige Veränderung entsteht häufig dann, wenn Menschen lernen, nicht nur ihre Gedanken zu verstehen, sondern auch die Sprache ihres Körpers und ihres Nervensystems wieder wahrzunehmen.
Oder wie Anja Krenz-Maes es heute formuliert:
Der Körper spricht oft lange bevor der Verstand versteht.
Führung, Teams und Organisationen
Neben der Arbeit mit Einzelpersonen begleitet Anja Krenz-Maes seit vielen Jahren Führungskräfte, Teams, Organisationen und öffentliche Institutionen in Veränderungsprozessen. Dabei arbeitete sie mit Menschen auf allen Ebenen: Von Teamleitungen über das mittlere Management und Geschäftsführungen bis hin zu Unternehmern, Vorständen und politischen Entscheidungsträgern.
Im Laufe dieser Arbeit zeigte sich immer wieder ein überraschendes Muster: Viele Organisationen glauben zunächst, ein Personalproblem zu haben. Ein Mitarbeiter funktioniert nicht. Ein Team streitet. Eine Führungskraft ist überlastet. Die Motivation sinkt. Die Krankenstände steigen.
Doch bei genauerem Hinsehen liegt die eigentliche Ursache häufig an einer anderen Stelle.
Nicht der Mensch ist das Problem. Das System ist es. Fehlende Orientierung. Unklare Rollen. Nicht definierte Prozesse. Schwache Informationsflüsse. Unklare Verantwortlichkeiten. Mangelnde Führungsstrukturen. Oder eine Kultur, in der niemand genau weiß, wer eigentlich wofür verantwortlich ist. In solchen Situationen geraten Organisationen häufig in einen Zustand permanenter Orientierungsreaktion. Menschen versuchen ihr Bestes.
Doch sie arbeiten in einem System, das ihnen zu wenig Sicherheit, Klarheit und Orientierung bietet. Für Anja Krenz-Maes beginnt gute Führung deshalb nicht bei Kommunikationstechniken. Sie beginnt bei der Frage: Wofür ist Führung überhaupt da?
Eine Frage, auf die erstaunlich viele Führungskräfte sehr unterschiedliche Antworten geben. Im Laufe ihrer Arbeit wurde ihr deutlich:
Führung bedeutet weit mehr als Entscheidungen zu treffen oder Ergebnisse zu kontrollieren.
-
Führung schafft Orientierung.
-
Führung schafft Sicherheit.
-
Führung schafft Rahmenbedingungen, in denen Menschen ihre Aufgaben erfolgreich erfüllen können.
Dabei beobachtet sie immer wieder, dass viele Führungsprobleme nicht allein auf fehlendes Wissen zurückzuführen sind.
Häufig wirken unbewusste Schutzprogramme im Hintergrund. Manche Führungskräfte vermeiden notwendige Entscheidungen, weil Harmonie für sie Sicherheit bedeutet. Andere kontrollieren übermäßig stark, weil ihr System auf Unsicherheit mit Kontrolle reagiert. Wieder andere kämpfen permanent, obwohl die Situation längst eine andere Lösung erfordern würde.
Deshalb genügt es aus ihrer Sicht oft nicht, neue Führungsinstrumente zu vermitteln. Nachhaltige Entwicklung entsteht dort, wo Menschen auch die Muster verstehen, die ihr eigenes Führungsverhalten prägen.
Über die Jahre hat Anja Krenz-Maes zahlreiche Organisationen in Veränderungsprozessen begleitet.
Manche standen vor wirtschaftlichen Herausforderungen.
Andere kämpften mit hohen Krankenständen, innerer Kündigung, Führungskonflikten oder mangelnder Zusammenarbeit.
Immer wieder zeigte sich dabei dieselbe Erkenntnis: Gesunde Organisationen entstehen nicht zufällig.
Sie entstehen dort, wo Menschen Orientierung finden, Rollen verstehen, sicher kommunizieren und gemeinsam an einer sinnvollen Vision arbeiten können.
Oder anders formuliert:
Organisationen funktionieren dann besonders gut, wenn Menschen wissen, woran sie sind, wohin sie gemeinsam wollen und welchen Beitrag sie selbst dazu leisten können.
Lernen in Gemeinschaft
So sehr Anja Krenz-Maes die Arbeit mit Einzelpersonen schätzt, so sehr liebt sie auch die Dynamik von Gruppen. Denn dort wird etwas sichtbar, das im Einzelsetting oft verborgen bleibt:
-
Menschen lernen nicht nur durch Wissen.
-
Sie lernen durch Begegnung.
-
Durch Perspektivwechsel.
-
Durch gemeinsame Erfahrungen.
Und durch die Erkenntnis, dass andere Menschen oft mit ganz ähnlichen Fragen und Herausforderungen unterwegs sind.
Deshalb gehören Trainings, Workshops, Supervisionen und Großgruppenveranstaltungen seit vielen Jahren zu ihrer Arbeit.
Besonders faszinieren sie Formate, in denen Menschen nicht nur konsumieren, sondern aktiv mitgestalten.
-
Open Space.
-
World Café.
-
Zukunftswerkstätten.
-
Großgruppenformate.
Räume, in denen kollektive Intelligenz entstehen kann. Denn häufig liegen die besten Lösungen bereits im System selbst. Menschen brauchen lediglich einen Rahmen, in dem sie sichtbar werden dürfen.
Ein Projekt ist ihr dabei besonders in Erinnerung geblieben. Ursprünglich wurde sie in ein Unternehmen gerufen, um Mitarbeiter im Rahmen eines Outplacement-Prozesses zu begleiten. Doch während der Arbeit wurde schnell deutlich: Das eigentliche Problem lag nicht bei den Menschen, die gingen. Das Problem lag bei denen, die blieben. Die Organisation war erschöpft. Die Motivation gering. Die wirtschaftlichen Zahlen entwickelten sich negativ. Viele Mitarbeitende hatten innerlich bereits gekündigt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung entschied sich Anja Krenz-Maes deshalb für einen ungewöhnlichen Weg. Im Rahmen eines Open-Space-Prozesses wurden zunächst alle Probleme, Spannungen und Herausforderungen offen auf den Tisch gelegt.
Nichts wurde beschönigt. Nichts ausgeblendet.
Am zweiten Tag arbeiteten die Mitarbeitenden in wechselnden Gruppen bereits an konkreten Lösungen. Die Ideen wurden unmittelbar bewertet, priorisiert und teilweise direkt entschieden. Was danach entstand, war weit mehr als ein Workshop. Die Organisation begann wieder, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Arbeitsgruppen entstanden. Eine Mitarbeiterzeitung entstand. Veränderungen wurden umgesetzt. Neue Projekte wurden angestoßen. Innerhalb weniger Monate verbesserten sich nicht nur die Stimmung und die Zusammenarbeit.
Auch wirtschaftlich entwickelte sich das Unternehmen wieder positiv.
Für Anja Krenz-Maes war dieses Projekt ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie viel Kraft in Menschen steckt, wenn sie Orientierung erhalten und aktiv an Lösungen beteiligt werden. Auch deshalb liebt sie Trainings und Großgruppenformate. Denn dort wird sichtbar, was sie seit vielen Jahren beobachtet: Menschen entwickeln sich am schnellsten, wenn sie verstehen, mitgestalten und Verantwortung übernehmen können.
Oder anders gesagt:
Nachhaltige Veränderung entsteht selten durch Vorgaben.
Sie entsteht dort, wo Menschen selbst Teil der Lösung werden.

Psychologie dort, wo Veränderung entsteht
Nach mehreren Jahrzehnten psychologischer Arbeit hat Anja Krenz-Maes gelernt, dass wirksame Veränderung nicht an einen bestimmten Ort gebunden ist.
Entscheidend ist nicht, ob Menschen gemeinsam in einem Raum sitzen. Entscheidend ist, ob sie die Zusammenhänge hinter ihrem Erleben verstehen und neue Handlungsmöglichkeiten entwickeln können. Deshalb begleitet sie heute Einzelpersonen überwiegend online.
Die Erfahrung zeigt, dass Diagnostik, Reflexion, Psychoedukation und passgenaue Interventionen auch auf diesem Weg eine hohe Wirksamkeit entfalten können.
Für viele Klienten bietet diese Form des Arbeitens sogar zusätzliche Vorteile. Sie befinden sich in ihrer vertrauten Umgebung. Sie können neue Erkenntnisse unmittelbar in ihren Alltag übertragen. Und sie lernen von Beginn an, eigenständig mit den erarbeiteten Inhalten weiterzuarbeiten.
Denn das Ziel psychologischer Arbeit ist für Anja Krenz-Maes nicht, Menschen dauerhaft zu begleiten. Das Ziel ist, Menschen in die Lage zu versetzen, sich selbst besser zu verstehen und ihr Leben eigenverantwortlich zu gestalten.
Anders verhält es sich bei Gruppen, Teams und Organisationen. Hier entsteht Entwicklung häufig durch Begegnung. Durch gemeinsame Erfahrungen. Durch Reflexion. Durch das Erleben von Dynamiken und die direkte Zusammenarbeit mit anderen Menschen. Deshalb finden Trainings, Workshops, Supervisionen, Organisationsentwicklungsprozesse und Großgruppenveranstaltungen weiterhin überwiegend vor Ort statt. Denn manche Erfahrungen lassen sich nicht erklären. Sie müssen erlebt werden.
Besonders deutlich zeigt sich dies in Veränderungsprozessen von Teams und Organisationen. Hier entstehen die entscheidenden Erkenntnisse oft nicht durch Inhalte allein. Sondern durch das gemeinsame Erkennen von Zusammenhängen. Durch neue Perspektiven. Durch Dialog. Und durch die Erfahrung, dass Entwicklung möglich wird, wenn Menschen beginnen, Verantwortung für ihren eigenen Beitrag zu übernehmen.
Heute verbindet Anja Krenz-Maes beide Welten.
Die konzentrierte Arbeit mit Einzelpersonen.
Psychoedukation in der Krenz-Maes-Akademie
Und die kraftvolle Dynamik gemeinsamer Lern- und Entwicklungsprozesse.
Immer mit demselben Ziel:
Menschen dabei zu unterstützen, Orientierung zu gewinnen, ihr Potenzial zu entfalten und nachhaltige Veränderung möglich zu machen.
Was mich meine Klienten gelehrt haben
Wenn Anja Krenz-Maes auf mehr als 35 Jahre psychologischer Arbeit zurückblickt, dann verbindet sie damit vor allem eines:
Dankbarkeit.
Dankbarkeit gegenüber den vielen Menschen, die ihr über die Jahre ihr Vertrauen geschenkt haben. Menschen, die sie an Wendepunkten ihres Lebens begleiten durfte. Menschen, die ihre Geschichten, Hoffnungen, Ängste, Krisen und Erfolge mit ihr geteilt haben. Menschen, die bereit waren, hinzuschauen, zu lernen und neue Wege zu gehen.
Oft wird sie gefragt, wie sie zu ihrem Wissen gekommen ist. Die Antwort darauf ist einfach:
-
Durch Psychologie.
-
Durch Ausbildungen.
-
Durch Forschung.
-
Durch Erfahrung.
-
Aber vor allem durch die Menschen, mit denen sie arbeiten durfte.
Denn viele der Erkenntnisse, aus denen später das Bindungs-Orientierungs-System entstanden ist, wurden nicht am Schreibtisch entwickelt.
Sie entstanden in echten Gesprächen.
-
In Coachings.
-
In Trainings.
-
In Supervisionen.
-
In Organisationen.
Und in den vielen kleinen und großen Momenten, in denen Menschen begannen, ihre eigene Logik zu verstehen. Manchmal beschreibt Anja ihre Arbeit deshalb mit einem Augenzwinkern so: „Gefühlt bin ich meinen Klienten oft nur fünf Minuten voraus.“
Denn Entwicklung ist kein Weg, den ein Mensch einem anderen erklärt. Entwicklung ist ein gemeinsamer Prozess des Verstehens. Ein gemeinsames Lernen. Ein gemeinsames Wachsen. Vielleicht liegt genau darin das größte Geschenk ihrer Arbeit. Nicht nur Menschen auf ihrem Weg begleiten zu dürfen. Sondern gemeinsam mit ihnen immer wieder Neues über das Menschsein zu lernen.
"Und manchmal entsteht dabei das Gefühl, als hätten wir gemeinsam ein kleines Stück der Welt erobert."
Viele dieser Erfahrungen, Beobachtungen und Erkenntnisse flossen später in die Entwicklung des Bindungs-Orientierungs-Systems ein.
Nicht als theoretisches Konstrukt. Sondern als Versuch, die Muster sichtbar zu machen, die sich über Jahrzehnte hinweg in den Geschichten von Menschen, Teams und Organisationen immer wieder gezeigt haben.
Vielleicht ist das Bindungs-Orientierungs-System deshalb am Ende nichts anderes als die Antwort auf eine Frage, die Anja Krenz-Maes seit mehr als 35 Jahren begleitet: Was brauchen Menschen, um Orientierung, Sicherheit, Zugehörigkeit und Entwicklung zu erleben?
